1986

Ein Jahr nach der Gründung. Stephan Büchenbacher, Antonio da Silva, Regula Hindermann, Claudia Rüegsegger und Jordi Vilardaga hatten gemeinsam die Schauspiel Akademie Zürich (heute ZhdK) vorzeitig verlassen, um mit dem Mo Moll Theater Stücke zur Aufführung zu bringen, die ihnen allen am Herzen lagen. 

Das erste Stück gleich mit Paukenschlag: Samuel Beckett persönlich gab die Aufführungserlaubnis für „Warten auf Godot“, nachdem der Verlag die ungewöhnliche Besetzung mit zwei Frauen in den Rollen von Pozzo und Lucky untersagt hatte. Ein leidenschaftlicher, mehrseitiger Brief auf englisch hatte offenbar seine Wirkung getan …

Lange konnte allerdings nicht gespielt werden – bereits während der intensiven dreimonatigen Probezeit in der Roten Fabrik wurde Regula Hindermann schwanger. 

Die vereinbarten 12 Vorstellungen wurden gespielt, danach zog das ganze Mo Moll Theater nach Lichtensteig SG in die Bahnhalle, ins heutige Chössi-Theater. Zusammen leben, zusammen arbeiten. Teilzeitlich im Restaurant Bahnhalle servieren, im ersten Stock darüber wohnen, in jeder freien Minute das nächste Stück entwickeln, „Wünschelroute“. 

Allerdings brauchten Stephan und Regula doch etwas mehr Privatsphäre und zogen in eine eigene Wohnung. Antonios damalige Frau Dorothea war nicht immer begeistert vom Hausen in einem winzigen Kämmerlein und der Dauerernährung aus Teigwaren und Brot mit Gala-Käse. 

Link in die Gegenwart: Jordi und Antonio ziehen mit dem Theater Ariane immer noch gemeinsam durch die Lande. Viel professioneller, aber nach wie vor mit Leidenschaft. Und mit der zweiten Tochter von Regula und Stephan, Anina Büchenbacher, werden zur Zeit Gespräche geführt, ob sie das nächste Stück für das momoll Jugendtheater Wil schreibt. Mehr dazu in einer späteren Mitglieder-Info. 


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